Black Tot

Black Tot

Black Tot Rum

Lohn oder lieber den Gegenwert in Rum? Die meisten Matrosen der Royal Navy entschieden sich für flüssiges Gehalt. Obwohl die damaligen Tropfen kaum mit einem erlesenen Blend wie dem Black Tot Rum vergleichbar sind, steht der komplexe Mix aus Karibik-Rums doch in einerahrhundertealten Tradition. Schon 1655 hatte man Rum an manche Besatzungen ausgegeben, als eine Schlacht vor der Küste Jamaikas erfolgreich geschlagen war – und zugegebenermaßen gerade nichts anderes zur Hand war.  Denn dass die Navy Alkohol geladen hatte, war Standard. Neben Wasser führten die Schiffe stets auch Bier und Wein zur Versorgung der Mannschaft sowie für Handelszwecke mit sich. Diese Flüssigkeiten hatten jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie verdarben nach Wochen auf See – allen voran das Wasser. Spirituosen wie Rum dagegen hielten sich aufgrund ihres hohen Alkoholgehaltes und waren die perfekte Alternative. An ihrer regelmäßigen Ration (engl. „tot“) Rum konnten sich Seemänner in der britischen Flotte daher seit 1731 erfreuen, als der Zuckerrohrschnaps offiziell als Teil der Bordverpflegung eingeführt wurde. Die Royal Navy wurde dabei zu einem unfreiwilligen Vorreiter in Sachen Blending. Eingekauft wurde hauptsächlich in englischen Häfen – Barbados, Jamaika, Guyana und später Trinidad – aber auch in anderen Ländern, wenn die Vorräte danach verlangten. Echter „Navy Rum“ ist daher ein Blend aus verfügbaren Rums. Ein Rezept gibt es nicht. Anfang der 1970er Jahre hatte sich die Marine jedoch verändert, war viel technisierter und die Arbeit anspruchsvoller geworden. Rum-Rationen ansteuern? Ein viel zu großes Risiko für den modernen Matrosen. Also beschloss das Parlament das Ende der hochprozentigen Tradition. Am 31. Juli 1970 gab es die letzte Ration und die Besatzungen „beerdigten“ ihren Navy Rum (tatsächlich trugen einige Trauerkleidung). Die Geburtsstunde des „Black Tot Day“! Den restlichen Rum füllte man in Korbflaschen und bewahrte ihn für besondere Anlässe auf. 2010 sicherte sich ein Spirituosen-Experte mit hervorragendem Gespür für besondere Spirits die letzten dieser Flaschen: Sukhinder Singh, Mitbegründer der für Elements of Islay, The Single Malts of Scotland oder Port Askaig bekannten Abfüller Elixier Distillers. Aus dem authentischen Navy Rum kreierte er Black Tot Last Consignment Rum – ein stark limitiertes, flüssiges Stück Geschichte.

Mit Black Tot Finest Caribbean Rum legen die Elixier Distillers nach. Inspiriert vom traditionellen Seefahrer-Rum ist der feine Blend die Weiterentwicklung des historischen Vorbilds für Rum-Liebhaber von heute. Black Tot vermählt vier verschiedene Melasse-Destillate, die bis zu fünf Jahre tropisch in Ex-Bourbon Casks aus amerikanischer Weißeiche reiften: 40 Prozent drei bis fünf Jahre gereiften Pot- und Column-Still-Rum aus Guyana, 35 Prozent 5-jährigen Pot- und Column-Still-Rum aus Barbados, 20 Prozent ungereiftes Destillat, destilliert in Pot sowie Column Still in Guyana, und 5 Prozent drei Jahre alten High-Ester-Jamaica-Rum aus der Pot Still.

 
Black Tot Finest Caribbean Rum
37,50 EUR
53,57 EUR pro Liter
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