Honduras Zigarren


Kleines Land mit großen Zigarren

Honduras ist reich an Tabakqualitäten, aus denen hervorragende, teils weltbekannte Premiumzigarren gerollt werden.

Obwohl es in dem kleinen Land mit den Zeugen der Hochkultur der Mayas um Copán schon immer eine bescheidene Tabakkultur gegeben hat, setzte die Blüte der Zigarrenwirtschaft in den 1960er Jahren ein, als kubanische Tabakfachleute nach der Revolution Honduras zur neuen Heimat wählten und auch ihre ganzen Erfahrungen im Anbau von Tabak und der Produktion von Zigarren mitbrachten. Schon 1960 ersuchte die damalige honduranische Regierung Havanna um fachliche Unterstützung beim Tabakanbau. Diese wurde auch von der Castro-Regierung gewährt, so dass bereits 1961 einige Spezialisten aus Kuba mit Paketen bester Tabaksamen im Diplomatengepäck nach Honduras reisten und auch gleich für immer blieben. Nach und nach folgten sehr viele weitere Exilkubaner. Dafür stehen Namen von Tabakpflanzern und Zigarrenmachern wie Julio Eiroa, Frank Llaneza, Ramón Martinez, Rolando Reyes oder Nestor Plasencia, heute weltbekannte Namen der honduranischen Zigarrenindustrie.

Klima und Böden sind für den Tabak ideal, und nicht zuletzt die kubanischen Tabaksamen gedeihen hier prächtig und geben den Tabaken eine sehr nuancierte Aromanote, die je nach Marke von subtilem bis kraftvollem Geschmack jeden Wunsch erfüllt. Die Qualität der honduranischen Zigarren ist heute untadelig, und in den USA liegen die honduranischen Zigarren im Absatz bereits an zweiter Stelle hinter jenen aus der Dominikanischen Republik. Zentrum der Zigarrenindustrie ist die kleine Stadt Danlí, und die besten Tabake kommen aus dem Jamastrán-Tal. In den letzten Jahren werden immer mehr Zigarren aus 100%-Tabaken aus dem Land selbst produziert, so dass sie immer mehr auch an eigenem Geschmacks- und Ausdruckprofil gewinnen.